Auf Miyakojima findet auch das Paantu Festival statt, ein einzigartiges Ereignis, bei dem übernatürliche Kreaturen, Masken und Schlamm zum Einsatz kommen. Es findet im neunten Monat des Lunisolarkalenders statt (irgendwann zwischen Ende September und Mitte Oktober). Die genauen Termine werden nur wenige Tage vor der Veranstaltung bekanntgegeben, um den Zustrom von Touristen zu regeln und die Authentizität des Festivals zu erhalten.
Das Paantu-Festival gilt als eine alte Form des Exorzismus, bei der das Ziel darin besteht, böse Geister zu vertreiben und den Bewohnern Glück zu bringen. „Paantu“ bezieht sich auf die übernatürlichen Wesen, die diese„ Geister des Glücks“ verkörpern.
Aus der Bevölkerung werden drei Männer ausgewählt, die sich als Paantu verkleiden. Sie ziehen sich aufwändige Kostüme aus Zweigen, Blättern und Schlamm an und tragen eine Holzmaske mit großer Stirn, kleinen Augen und dünnem Mund.
Während des Festivals streifen die Paantu durch die Stadt und beschmieren alle, denen sie begegnen, mit heiligem Schlamm, egal ob es sich um Menschen, Häuser oder Autos und – besonders beliebt – um Neugeborene handelt. Diese Handlung gilt als Segen, der Unglück abwehren soll.
Die Paantu jagen oft Erwachsenen und Kindern hinterher, die versuchen, der „Schlammbehandlung“ zu entkommen. Es entsteht eine spielerische, aber auch chaotische Atmosphäre, wenn sie die Flüchtenden zu stellen versuchen, damit auch diese ihren Segen erhalten.
Hinweis: Es wird niemand mit dem heiligen Schlamm verschont, daher nehmen Sie bitte nur teil, wenn es Ihnen nichts ausmacht, mit Schlamm bedeckt zu werden.
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